Verständnisschwierigkeiten zwischen Hund und Katze

Durch verschiedene Verhaltensmuster dauert es einige Zeit, bis sie sich gegenseitig einschätzen können. Von Natur aus sind Begegnungen zwischen einem Hund und einer Katze gar nicht vorgesehen, da sie einen unterschiedlichen Lebensraum bewohnen. In der heutigen Zeit ist ein Aufeinandertreffen der ungleichen Haustiere allerdings an der Tagesordnung. In beinahe 20 Prozent aller Haushalte leben die beiden zusammen - und meistens haben sie sich nach anfänglichen Problemchen zusammengerauft. Eine angeborene Feindschaft zwischen Hund und Katze gibt es zum Glück nicht. So machen lediglich die unterschiedlichen Verhaltensmuster anfänglich Probleme.
 
Missverständnisse beim Ausdrucksverhalten
Während ein Hund eine freundliche Begrüßung mit Schwanzwedeln einleitet, bedeutet dies für Katzen eine aggressive Stimmung. Sie verhalten sich erst einmal ruhig und beobachten die Situation aus der Ferne, während der Hund sich erfreut mitten ins Getümmel wirft. Tut er dies in Bezug auf eine Katze, ist ihre gewünschte Mindestdistanz schnell unterschritten und ihr bleibt nur die Flucht oder der Angriff. Flieht sie, verspürt der Hund den inneren Drang, dem Tier zu folgen - greift sie an, wird der Hund eine Lektion erteilt bekommen. Weitere Verständigungsschwierigkeiten gibt es zwischen dem friedlichen Schnurren der Katze und dem leisen Knurren des Hundes. Auch wenn es sich verwandt anhört, bald werden die beiden wissen, dass dies nichts miteinander gemeinsam hat.
 
Eine Niederlage ist unvergesslich
Da die Reaktionszeit einer Katze kürzer als die eines Hundes ist, kann sie ihn ohne Weiteres überrumpeln. Die Stärke des Hundes kann den Kampf allerdings dennoch für ihn entscheiden. Egal wer unterlegen ist, derjenige vergisst dies so schnell nicht. Man macht von nun an entweder einen großen Bogen um den anderen oder hat Freundschaft geschlossen. Die persönliche Bekanntschaft eines Hundes zu einer Katze lässt ihn meist auch zu anderen freundlicher und umsichtiger auftreten. Schließlich hat man zum Beispiel gelernt, dass Pfötchen heben bei der Katze keineswegs freundlich gemeint ist, sondern ein Hieb die Folge sein könnte.
 
Miteinander Aufwachsen
Am leichtesten funktioniert das Miteinanderleben, wenn Hund und Katze gemeinsam aufgewachsen sind. Noch in verspielter Weise lernen sie die Ausdrucksweisen des anderen kennen. Dadurch sind viele langjährige Freundschaften entstanden. Aber auch bei erwachsenen Tieren ist dies durchaus noch möglich. Ein paar Kratzer bei Mensch und Tier müssen allerdings in Kauf genommen werden. Der stürmische Hund sollte etwas gezügelt werden, während die verschreckte Katze aufgemuntert wird. Haben sie sich aneinander gewöhnt, ist bald gegenseitiges Begrüßen, gemeinsames Ruhen und Spielen und schließlich sogar gegenseitige Körperpflege zu beobachten.